Fischstäbchen mit Reis?!?

Hätte man mich vor zwölf Jahren gefragt, was mein Traumberuf wäre, so hätte ich mich wohl für Comiczeichner entschieden. Hätte ich damals das Zeug dazu gehabt? Nicht mal ansatzweise, aber Durchhaltevermögen zahlt sich aus. In meiner Freizeit zeichnete ich allerlei Comics, die von Mittelmäßigkeit noch weit entfernt waren. Doch ich verbesserte meine Zeichenkünste dadurch immer mehr und es kristallisierte sich auch ein eigener Stil heraus.

Nun hatte ich wieder mal das Bedürfnis mich an nem Comic zu versuchen. Da ich sehr viele künstlerische Projekte am laufen habe, versteife ich mich nicht drauf ne ganze Geschichte zu erzählen um ein Heft zu füllen. Deshalb beschränkte ich mich auf eine einzige Seite. Gibt es nen tieferen Sinn in diesem Comic-Auszug? Nein! Mir ging es rein darum mich wieder mal in diesem Stil zu versuchen und ich bin wieder auf den Geschmack gekommen. Als nächstes würde ich gerne einen meiner alten Comics hernehmen und diesen mit den neuen Mitteln und Techniken erneut zeichnen. Die Gegenüberstellung würde ich euch dann hier gerne vorführen.

Nun zum Bild selbst. Gezeichnet wurde das ganze mit der Gratis Software Gimp. Wenn man weiß wie, kann man auch mit dieser Software ganz anständige Bilder machen. Um die einzelnen Zeichen Schritte zu verdeutlichen habe ich hier mal drei Stufen des Bildes gepostet. Die Schwarzen Linien wurden mit dem Pinsel gezeichnet wobei ich die Einstellung hier auf Speed Size Opacity veränderte. Dies hat zur Folge, dass Linien die schnell gezeichnet werden dünner auslaufen, als langsam geführte Striche. Dies hat bei nem Comic gleich ne ganz andere Wirkung, als wenn die dunklen Linien immer die gleiche Dicke besitzen. Den Pinsel habe ich dem Bleistift vorgezogen, weil dieser weichere Kanten besitzt und so die Übergänge nicht so hart sind.

Für die Schatten nutzte ich zwei Techniken. Zum einen zeichnete ich mit dem Pinsel unzählige feine Striche, die als Schatten dienten und dem ganzen einen einzigartigen Look geben. Zum anderen legte ich einen extra Layer an, in welchem ich die Schatten schwarz deckend hinzufügte. Man kann die Deckkraft bei Layern verändern und so habe ich diese so weit heruntergesetzt, dass das deckende Schwarz zu einem Grau wurde, durch welchen man die darunterliegenden Striche erkennen konnte. Um bei einem Comicstil wie diesem mehr Kontrast hineinzubringen empfiehlt es sich auch vollkommen deckende Schatten einzusetzen. Also an Stellen, die auch in echt dunkler wären, wie zb unter der Achsel, komplettes Schwarz als Schatten zu nutzen. Dadurch entsteht ein einzigartiger Effekt und die Figuren gewinnen stark an Konrast.

Sollte jemand weitere Fragen zu den Techniken haben, die ich verwende, oder Schritten die unklar sind, so stehe ich gerne für Antworten zur Verfügung.

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